Hund trotz Berufstätigkeit – so kann es auch nach der Pandemie funktionieren

Hund trotz Berufstätigkeit – so kann es auch nach der Pandemie funktionieren

Aktuell ist die Nachfrage nach Hundewelpen oder Hunden aus dem Tierheim so hoch wie nie. Die Auszeit in der COVID-19-Pandemie nutzen viele, um sich den Traum vom treuen Begleiter zu erfüllen. Doch wie funktioniert die Hundebetreuung nach der Zeit von Homeoffice, Homeschooling oder Kurzarbeit? Diese Tipps helfen, um abzuschätzen, ob ein Hund auch in das „normale Leben“ passt.

Hund und Berufstätigkeit

 

Vor dem Hundekauf

Ein Hund benötigt Zeit und Aufmerksamkeit. Die wichtigste Überlegung ist daher, wie häufig normalerweise mindestens ein Familienmitglied zu Hause ist, beziehungsweise wie lange Haus oder Wohnung tatsächlich leer sind und der Hund alleine wäre.

Kritisch ist vermutlich die Zeit zwischen 08:00 und 16:00 Uhr, in der die meisten auf der Arbeit bzw. Kinder in der Schule sind.

Diese Checkliste vor dem Hundekauf solltest Du deshalb berücksichtigen

  • Welpen müssen den ganzen Tag betreuet werden, erwachsene oder ältere Hunde nicht unbedingt. Kaufe Dir vielleicht einen Hund, der schon ein oder zwei Jahre alt ist.
  • Es gibt Hundearten, die sich für längere Zeit alleine beschäftigen können. Andere brauchen viel Abwechslung und Bewegung. Es ist deshalb extrem wichtig, den Hund nicht nur nach seinem Aussehen auszusuchen!
  • Erwachsene Hunde können bis zu vier Stunden alleine zu Hause sein, bzw. bis zu sechs Stunden, wenn sie zu zweit sind oder Zugang zum Garten haben (dann sogar bis zu acht Stunden).
  • Nicht jeder Hund muss drei Mal am Tag Gassi gehen. Gerade kleinere Rassen geben sich mit ein bis zwei Spaziergängen zufrieden. Mache Dir aber klar, dass Du Dich für etwa 15 Jahre an einen Hund bindest. Du solltest daher gerne draußen sein und Dich bewegen.
  • Ist es möglich, in der Mittagspause nach Hause zu fahren und nach dem Rechten zu sehen? Vielleicht tut die regelmäßige Bewegungspause in Wald und Feld Euch beiden gut?
  • Eventuell gibt es Hundeliebhaber in der Nachbarschaft, die sich tagsüber kümmern können und möchten. Du findest vielleicht auch über dogsharing.de eine liebevolle Betreuung.
  • Du arbeitest in einem kleinen Büro und Deine Kollegen würden sich über die Gesellschaft eines gut erzogenen Hundes freuen? Dann frage bei Deinem Arbeitgeber nach, ob Du Deinen Hund mitbringen darfst.
  • Hast Du noch andere Hobbys? Und lassen sich diese gut mit einem Hund vereinbaren? Denke daran, dass Deine Freizeit nicht endlos ist.

 

Morgenrunde vor der Arbeit

Super für Frühaufsteher, Überwindung für Langschläfer: die Morgenrunde. Der Spaziergang im Sonnenaufgang ist ideal, um ruhig in den Tag zu starten und die anstehenden Aufgaben zu planen. Du kannst den Spaziergang auch für kleine Einkäufe nutzen, was Dich am Nachmittag entlastet.

Du bist krank, was jetzt?

Auch wenn regelmäßiges Gassigehen das Immunsystem stärkt – irgendwann ist jeder mal krank und liegt schlapp im Bett. Was nun? Die gute Nachricht: Hunde spüren, wenn es Dir schlecht geht. Sie können sich für eine gewisse Zeit zurückhalten und brauchen weniger Auslauf, bis Du dich erholt hast. Natürlich müssen sie sich trotzdem außerhalb des Hauses erleichtern. Jetzt ist Dein persönliches Netzwerk an Familie, Freunden und Nachbarn gefragt, für Dich einzuspringen.

Urlaube

Städtereisen, Kreuzfahrten oder SPA-Urlaube sind für Hunde nicht geeignet. Dafür gibt es zahlreiche Ziele in der Natur, die man mit dem Hund erforschen kann: Hundestrände, Berge, Seenlandschaften. Viele Ferienwohnungen, Hotels und die meisten Campingplätze begrüßen Dich gerne mit Deinem Hund.

Tipp: Denke bei Euren Erkundungstouren und Urlauben in die Natur auch immer an das Zecken-Risiko. In manchen Gegenden Deutschlands und Europas können Zecken FSME*-Viren übertragen, die sowohl für Menschen als auch für Hunde gefährlich werden können. Lies hier, wie Du Dich und Deinen Hund schützen kannst.

*Frühsommer-Meningoenzephalitis