Hundegesundheit im Herbst und Winter

Hundegesundheit im Herbst und Winter

Hundegesundheit im Herbst und Winter

Auch Hunde können sich erkälten. Und nicht immer ist ein langer Spaziergang Grund zur Freude. Wie Du besonders in der kalten Jahreszeit auf die Gesundheit Deines Hundes achten kannst, erfährst Du hier.

Wie kalt ist zu kalt?

Ein Temperaturrückgang bis 7°C ist für die meisten Hunde kein Problem. Auch zwischen 7 und 4°C fühlen sich große Hunde noch wohl. Kleine Rassen mit geringem Körpergewicht frieren eher. Und natürlich spielt auch die Länge und Dichte des Fells eine wichtige Rolle. Bei  Temperaturen zwischen 0 und ca.  -7°C ist es fast allen Hunden zu kalt für einen langen Spaziergang. Sie werden dankbar sein, ihr Geschäft im Vorgarten oder am nächsten Busch erledigen zu dürfen.

So erkennst Du, dass Dein Hund friert:

  • Zittern
  • Schwanz einziehen
  • langsam Gehen

Hundegesundheit im Herbst und Winter

Achtung Zecken!

Bei Temperaturen um 7°C sind Zecken noch aktiv. Das kann in Jahren mit milden Wintern durchaus auch im Dezember oder Januar der Fall sein. Da Zecken ernsthafte Krankheitserreger übertragen können, kann Zeckenschutz auch im Winter für Hunde und Menschen wichtig sein. Ein Beispiel für diese gefährlichen Krankheitserreger sind FSME-Viren. FSME steht für  "Frühsommer-Meningoenzephalitis". Diese Krankheit kann zu Hirnhautentzündung oder sogar zu dauerhaften Lähmungen, Schluck- oder Sprechstörungen führen. Der Name "Frühsommer" ist dabei irreführend, da die Erkrankung ganzjährig auftreten kann. Mehr Informationen zur Zeckensaison findest Du übrigens auf zecken.de.

Streusalz umgehen

Kaum fällt der erste Schnee, werden Straßen und Gehwege mit Streusalz oder Splitt übersäht – gut für Menschen, schmerzhaft für Hunde. Vor allem Streusalz führt dazu, dass die Ballen der Hunde trocken und rissig werden. Pflege die Fußballen deshalb vor dem Gassigang mit Vaseline oder einer anderen reichhaltigen Creme und bevorzuge Wege, die gar nicht oder mit Sand gestreut sind.

Fell zwischen den Ballen kürzen

Aufpassen musst Du auch, wenn Dein Hund langes Fell an den Pfoten hat. In diesem können sich Eisklumpen festsetzen, die Deinem Hund ebenfalls wehtun können. Deshalb ist es am sichersten, wenn Du im Winter das Fell rund um die Pfoten Deines Hundes kurz hältst.

In Bewegung bleiben

Wer motiviert ist, kann eine Runde mit dem Hund Joggen, statt zu spazieren. Durch die schnellere Fortbewegung wird Euch beiden wärmer sein. Denke nur daran, Deinem Hund auch Pausen zum Schnüffeln und zur Reviermarkierung zu geben.

Hunde sollten keinen Schnee fressen

Viele Vierbeiner lieben Schnee. Fressen sollten sie ihn möglichst nicht – besonders, wenn der Schnee durch Streusalz verunreinigt sein könnte. Tipp: Den Hund vor dem Spaziergang nochmal trinken lassen, damit kein Durst aufkommt.

Futtermenge anpassen

Hunde brauchen im Winter mehr Energie. Deshalb ist es gut, die Futtermenge Deines Hundes zu erhöhen. Um sowohl Unter- als auch Übergewicht bei Deinem Hund im Winter vorzubeugen, solltest Du ihn regelmäßig wiegen und entsprechend die Futtermenge anpassen.

Hundekleidung: Schutz oder Last?

Süß, witzig, praktisch oder unnötig? Das Thema Hundekleidung wird kontrovers diskutiert. Auf der einen Seite erinnern Befürworter daran, dass gerade Hunde mit wenig Unterwolle im Fell ohne einen schützenden Mantel im Winter schnell frieren. Auf der anderen Seite halten Gegner Hundekleidung für Geldmacherei. 

Für Dich und vor allem für Deinen Hund ist es wohl am wichtigsten, dass er sich wohl fühlt. Solltest Du einen Mantel ausprobieren, gilt: auf einen guten Sitz und geeignetes Material achten. An der Körpersprache Deines Hundes (läuft er wie immer, spielt er noch mit Dir oder versucht er, den Mantel abzustreifen) wirst Du erkennen, ob ihn das Kleidungsstück stört oder nicht.

Die richtige Route wählen

Im Winter ist es im Wald wärmer als auf der Wiese oder einem offenen Feld, da die Baumkronen warme Luft am Aufsteigen hindern und Sträucher sowie Baumstämme den Wind abhalten.