Zecken-Mythen

Zecken-Mythen

Zecken werden einige unglaubliche Dinge nachgesagt. Zeit, mit den Mythen rund um die kleinen Blutsauger aufzuräumen.

Mythos 1: Zecken lassen sich von den Bäumen auf ihre Opfer fallen!
Fakt ist: Zecken leben auf Gräsern und Büschen. Erwachsene Zecken klettern bis zu einer Höhe von 1,5 Metern. Da Hunde ihre Umgebung gerne frei erkunden, streifen sie die Zecken bei ihren Spaziergängen ab.

Mythos 2: Zecke ist Zecke!
Fakt ist: Weltweit gibt es etwa 900 verschiedene Zecken-Arten. In Deutschland ist der „Gemeine Holzbock“ am weitesten verbreitet, Doch auch die „Auwaldzecke“ oder „Igelzecke“ leben hier. Die „Braune Hundezecke“ kommt vor allem in der Mittelmeer-Region vor und ist deshalb im Urlaub ein Thema. Wahrscheinlich durch Zugvögel eingeschleppt, hat seit wenigen Jahren auch eine weitere Zeckenart den Weg nach Deutschland gefunden: Hyalomma marginatum. Diese tropische Riesen-Zecke kann in Deutschland bisher nicht vorkommende Erkrankungen übertragen. Ob sie mit dem mitteleuropäischen Klima dauerhaft heimisch werden kann, ist derzeit noch unklar.

Mythos 3: Zecken sind nur im Frühsommer aktiv!
Fakt ist: Die Krankheit FSME heißt zwar „Frühsommer-Meningo-Enzephalitis“. Das bedeutet jedoch nicht, dass Zecken nur im Frühsommer eine Gefahr darstellen. Bereits ab 7 Grad werden die Blutsauger munter. Daher sind sie von Frühling bis Herbst und sogar in milden Wintern aktiv.

Mythos 4: Die FSME-Impfung ist nur was für Waldarbeiter, Förster und Bauern!
Fakt ist: 90 Prozent der an FSME erkrankten Personen infizieren sich in ihrer Freizeit, deshalb ist eine Impfung, z.B. für Hundehalter, so wichtig.

Mythos 5: Gegen Zecken bei Hunden helfen auch ätherische Öle, Bernstein-Halsbänder oder gründliches Absammeln!
Fakt ist: Diese „Hilfsmittel“ sind zweifelhaft wirksam, es gibt keine wissenschaftlichen Belege für eine tatsächliche Wirksamkeit gegen Zecken bei damit behandelten Hunden. Die Erfahrungen der Hundebesitzer sind teils widersprüchlich. Zudem können geruchsempfindliche Hunde durch Knoblauch- oder Kokos-Gerüche irritiert werden. Das Absammeln der Zecken hilft nur bedingt. Viele Halter übersehen kleine Zecken im dichten Hundefell und entdecken sie erst dann, wenn sie groß wie eine Erbse sind.

Mythos 6: Man muss Zecken „richtig herum“ herausziehen
Fakt ist: Der Stechapparat einer Zecke hat kein Gewinde. Deshalb sollte eine Zecke beim Herausziehen weder mit noch gegen den Uhrzeigersinn gedreht, sondern einfach gerade nach oben gezogen werden. Viel wichtiger ist, den Körper der Zecke beim Herausziehen nicht zu quetschen, um die Übertragung von Krankheitserregern wie Borreliose-Bakterien zu verhindern. 

 

 

 

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